Japan: Zwei Fukushima-Arbeiter nach Kontakt mit radioaktiver Flüssigkeit im Krankenhaus - DER SPIEGEL
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Unfall in der Atomruine Zwei Fukushima-Arbeiter nach Kontakt mit radioaktiver Flüssigkeit im Krankenhaus

Als sich ein Abflussschlauch löste, wurden vier Arbeiter in dem havarierten Atomkraftwerk mit strahlendem Material besprüht. Zwei von ihnen mussten in eine Klinik eingeliefert werden – zur Überwachung und Dekontamination.
Arbeiter im ehemaligen Atomkraftwerk Fukushima am 14. Juli 2023
Arbeiter im ehemaligen Atomkraftwerk Fukushima am 14. Juli 2023

Arbeiter im ehemaligen Atomkraftwerk Fukushima am 14. Juli 2023

Foto: Hiro Komae / AP

Der Vorfall ereignete sich bei Reinigungsarbeiten: Vier Arbeiter in der Atomruine Fukushima seien versehentlich mit einer Flüssigkeit besprüht worden, die mit radioaktivem Material versetzt war, teilte der Betreiberkonzern Tepco mit. Zwei Männer seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Die vier Arbeiter waren demnach am Mittwoch gerade dabei, Rohrleitungen zu reinigen, als sich plötzlich ein Abflussschlauch löste und sie mit dem verunreinigten flüssigen Abfall bespritzte.

Alle beteiligten Arbeiter trugen nach Angaben von Tepco Vollgesichtsmasken. Nach dem Unfall hätten zwei von ihnen die Kontamination so weit abspülen können, dass sie das Werk verlassen konnten. Die anderen beiden, bei denen die Flüssigkeit die doppellagigen Schutzanzüge und die Unterwäsche durchtränkt hatte, seien zur weiteren Dekontamination und Überwachung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Strahlungswerte der beiden ins Krankenhaus eingelieferten Arbeiter lagen bei oder über vier Becquerel pro Quadratzentimeter, dem Grenzwert, der als sicher gilt, schreibt der »Guardian« . Die Männer sollen demnach für rund zwei Wochen zu Nachuntersuchungen im Krankenhaus bleiben.

Im AKW Fukushima Daiichi war es im März 2011 in Folge eines schweren Erdbebens und gewaltigen Tsunamis zu Kernschmelzen gekommen. Die Reaktoren müssen seither mit Wasser gekühlt werden, das in mehr als tausend Tanks gelagert wird – inzwischen sind es über 1,3 Millionen Tonnen. Im August hat Japan mit der Einleitung gefilterten und verdünnten Kühlwassers aus der Atomruine ins Meer begonnen.

kfr/AP

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