Jennifer Nitsch: "Es könnte Mord gewesen sein" - DER SPIEGEL
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Jennifer Nitsch "Es könnte Mord gewesen sein"

Eine Woche nach dem Todessturz der Schauspielerin Jennifer Nitsch sind viele Fragen noch immer offen. Der Vater der Toten meint, jemand könne sie umgebracht haben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Es kann auch Mord gewesen sein", sagte Wolfgang Nitsch der "Bild"-Zeitung. Er könne nicht verstehen, warum die Polizei nicht in diese Richtung ermittelt. "Dort heißt es immer nur, es gebe keine näheren Anhaltspunkte", zitiert ihn das Blatt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Unfall oder Selbstmord aus.

Nach Angaben der Polizei war die Wohnungstür der Schauspielerin von innen verriegelt und musste von der Feuerwehr aufgebrochen werden. Das lässt der Vater als Argument für einen Unfall aber nicht gelten. "Man kann auch noch anders in die Wohnung rein", sagte er. Wer seine Tochter ermordet haben soll und warum, sagte der 73-Jährige nicht.

Bruder Michael ist ebenfalls nicht vom Suizid seiner Schwester überzeugt. "Warum sollte Jennifer Selbstmord begehen", fragte er im Gespräch mit der Zeitung. "Sie hatte so viel für die nahe Zukunft geplant."

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Nitsch war am 3. Juni bei einem Sturz aus einem Fenster ihrer Münchner Dachgeschosswohnung ums Leben gekommen. Die Untersuchungen ergaben, dass die 37-jährige Schauspielerin einen Alkoholwert von 3,1 Promille im Blut hatte. Aufgrund der Promillezahl trete die Selbstmordtheorie allerdings "in den Hintergrund", hatte der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler verlauten lassen.