Jenseits von Politik Angela steht auf Robert Redford
Hamburg - Auch Tennis-Star Steffi Graf schätzt Merkel sehr. "Ich mag Menschen, die in sich ruhen", begründete Merkel ihre Bewunderung für die vom Turniersport zurückgetretene Tennisspielerin in einem "Bild-am-Sonntag"-Interview zu ihrem Privatleben. Gerne würde die 45-jährige Pfarrerstochter mal einen Nachmittag mit Steffi Graf verplaudern.
Sportlich interessiert sich die künftige CDU-Vorsitzende sonst eher für Fußball, wobei ihr Herz für Hansa Rostock und Bayern München schlägt. Ihr Lieblingsspieler ist der Kapitän der Nationalelf, Oliver Bierhoff, auch wenn "der zurzeit ein Formtief hat".
Sieht sie mal fern, dann den "Tatort" oder den Film "Jenseits von Afrika", bei dem sie immer wegen Robert Redford und der "romantischen Geschichte" dahinschmelze. Zu den Menschen, die sie eher intellektuell beeindruckt haben, zählt die promovierte Naturwissenschaftlerin die Chemikerin und Physikerin Marie Curie und den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger.
Bodenständigkeit schätzt Merkel nach ihren Worten nicht nur an Steffi Graf, sondern auch beim Essen (Himmel und Erde, Sauerkraut, Kartoffelpüree), und bei den Schuhen. Hohe Absätze stehen bei ihr nicht im Schrank.
Die Debatte über ihre Frisur ist offenbar nicht spurlos an Merkel vorüber gegangen. Obwohl sie ihr Äußeres akzeptiere, hätte sie gern - wenn sie etwas ändern könnte - "dickes, robustes, störrisches Haar", sagte sie der Sonntagszeitung. Auch über ihr Berlinerisch sei sie nicht so glücklich.
Musikalisch liebt es die Noch-Generalsekretärin klassisch, "am liebsten Gustav Mahler", aber zu einem Konzert von US-Rocker Bruce Springsteen würde sie sofort mitgehen. Die Wände ihres Jugendzimmers seien mit Bildern der DDR-Schlagersängerin Chris Doerk - der Ehefrau von Frank Schoebel - gepflastert gewesen, aber auch die Beatles habe sie gerne gehört und über "Die sieben Brücken" der DDR-Band Karat gehe sie auch heute noch gelegentlich. Dazu passt auch ihr Lebensmotto: "Steter Tropfen höhlt den Stein".