Johannes B. Kerner: Talkshow mal vier - DER SPIEGEL
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Johannes B. Kerner Talkshow mal vier

"Die Johannes B. Kerner-Show" einmal die Woche reicht dem ZDF nicht. Jetzt soll der Moderator vier mal pro Woche mit seiner Talkshow antreten.
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Hamburg - Ab 2002 soll es mit dem vierfachen Kerner soweit sein. "Das ZDF bringt mit der werktäglichen Sendung ein klares zuschauerfreundliches Angebot für den späten Abend", sagte Programmdirektor Markus Schächter. "Der Erfolg der Kerner-Show in den letzten Monaten zeigt, dass es eine große Nachfrage nach interessanten Gesprächen mit besonderen Menschen gibt." Kerner präsentiert bisher immer donnerstags ab 23 Uhr seine wöchentliche Talkshow, künftig soll er von Dienstag bis Freitag präsent sein.

Der "Bild"-Zeitung sagte der 36-Jährige, seit seinem Wechsel 1998 von Sat.1 für das ZDF tätig, er habe so die Möglichkeit, "aktueller auf die Ereignisse der Woche zu reagieren". Schächter fügte an, dass Kerner zu diesem Zweck einen Zwei-Jahres-Vertrag mit dem Sender schließen werde. Kerner werde darüber hinaus auch seinen Aufgaben als Sport-Moderator nachkommen. Planungen für eine große Abendshow würden indes nicht weiterverfolgt, sagte der Programmdirektor.

Gerangel hinter den Kulissen

Um Kerner hatte es in diesem Jahr hinter den Kulissen nach Angaben von Beobachtern ein längeres Gerangel gegeben. So soll sein alter Arbeitgeber Sat.1, für den der gebürtige Bonner früher eine tägliche Talkshow und die Fußballsendung "ran" präsentierte, bei Kerner angeklopft haben. Der Moderator sei von Sat.1 für die neue Fußballshow "ran" am Samstagabend umworben worden, durch die nun Kerners Ex-Kollege Jörg Wontorra ab 28. Juli führt.

Beim ZDF werden sich durch die Neuordnung auch einige Änderungen ergeben. Am Dienstag entfällt künftig die erst kürzlich eingeführte "ZDF-Dokumentation" - sie wird ab Januar immer sonntags ausgestrahlt. Auch die Wiederholungen der Krimiserien "Der Alte" (mittwochs) und "Anwalt Abel" (freitags) entfallen. Das "Literarische Quartett" und "Aspekte" seien von der Programmänderung nicht betroffen, hieß es.