Jolo Entführer stellen neue Forderungen
Manila/Jolo - Die Kidnapper der militanten Moslemgruppe Abu Sayyaf hätten verlangt, hunderten von Lehrern in der südlichen Provinz Sulu angeblich ausstehende Gehälter zu zahlen, sagte am Montag einer der Regierungsvermittler. Zu der Provinz zählt auch die Insel Jolo, auf der seit mehr als zwei Monaten 20 westliche und asiatische Geisel festgehalten werden.
Am Vortag waren die westlichen Geiseln, darunter drei Mitglieder der Göttinger Familie Wallert, erstmals seit mehreren Wochen wieder mit Hilfsgütern versorgt worden, darunter Nahrungsmitteln und Medikamenten. Ein Mittelsmann der Regierung brachte von seinem Besuch Briefe der Entführten an Angehörige und Freunde mit. Zudem übergaben die Kidnapper Fotos als Beweis, dass die Geiseln noch am Leben sind.
Nach Angaben es Gouverneurs der Sulu-Provinz, Abdusakur Tan, steht die neue Forderung in einem Brief zweier Abu.Sayyaf-Kommandeure an den philippinischen Präsidenten Joseph Estrada. Tan sagte, er werde das Schreiben zunächst an Chefvermittler Roberto Aventajado leiten.
Unterdessen war am Montag ein Ärzteteam zu den asiatischen Geiseln aufgebrochen. Sie hatten 14 Säcke Reis und weitere Nahrungsmittel bei sich.