Jolo: Freilassung der Geiseln geplatzt - DER SPIEGEL
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Jolo Freilassung der Geiseln geplatzt

Trotz aller Zuversicht hat sich die für Samstag angekündigte vollständige Freilassung der letzten 25 Geiseln auf Jolo weiter verzögert. Die Rebellen der Abu Sayyaff wollen die Entführten nur in Gruppen freilassen.
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Jolo - Die Unterhändler der philippinischen Regierung kehrten nach vierstündigen Gesprächen mit den Entführern ohne die Geiseln zurück. Wie der frühere libysche Botschafter Abdul Radschab Assaruk mitteilte, bestanden die Kidnapper weiter darauf, die Entführten nicht auf einmal, sondern in zwei Gruppen freizulassen. Über die Hintergründe des Scheiterns waren zunächst keine Einzelheiten bekannt. Die Verhandlungen müssten fortgesetzt werden.

Die am Freitag freigelassenen drei malaysischen Geiseln befanden sich unterdessen auf dem Weg nach Zamboanga, von wo aus sie in ihre Heimat geflogen werden sollten. Auch die Botschafter aus den Heimatländern der anderen Geiseln waren zuvor voller Hoffnung in der nahen Hafenstadt eingetroffen, um ihre Landsleute zu begrüßen. Gleichzeitig war eine libysche Maschine von Manila aus in die südliche Stadt Cebu geflogen. Mit ihr sollten die Entführten nach ihrer Freilassung in die libysche Hauptstadt Tripolis gebracht werden. Libyen spielt eine Schlüsselrolle bei den Verhandlungen in dem Geiseldrama.

In der Gewalt der Abu Sayyaf sind seit Ostern die beiden Deutschen Werner und Marc Wallert, drei Franzosen, zwei Finnen, zwei Südafrikaner und ein Philippiner. Später wurden drei Journalisten aus Frankreich und zwölf philippinische Prediger entführt. Ursprünglich sollten die 13 seit Ostern festgehaltenen Geiseln bereits am Donnerstag freigelassen werden, doch bestand der philippinische Präsident Joseph Estrada auf der Forderung, dass gleichzeitig auch die drei französischen Journalisten aus der Gewalt der Moslem-Extremisten entlassen werden müssten.



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