Jolo Geiseln in Höhlen versteckt?
Zamboanga - Die Rebellen seien aus ihren Dschungelcamps geflohen, sagte der philippinische Verteidigungsminister Orlando Mercado. Nach Angaben eines Polizeioffiziers haben die Rebellen ihre 19 Geiseln - zwei Franzosen, ein Amerikaner, drei Malaysier und 13 Philippiner - in verschiedenen Höhlen versteckt. Dort seien sie in Sicherheit. Auch das französische Fernsehen berichtet, dass die Entführten sich in einem Tunnelsystem befänden, das im Zweiten Weltkrieg von japanischen Besatzungstruppen angelegt worden ist.
Bei den Luftangriffen der vergangenen Tage sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Zivilisten getötet worden. Sechs weitere wurden verletzt. Zugleich unterstrich Verteidigungsminister Mercado, dass die Militäraktion fortgesetzt werde. Bislang seien sechs Rebellen getötet worden. 20 habe man gefangen genommen. Vier Soldaten und drei Polizisten seien seit Beginn der Offensive am Samstag verletzt worden.
Bewohner Jolos berichteten, die Küstengebiete der Insel seien Montag früh vom Meer aus unter Beschuss genommen worden. Damit sollten die Rebellen offenbar an der Flucht von Jolo gehindert werden. Im Inneren der Insel würden die Angriffe mit Mörsergranaten fortgesetzt. Ein Augenzeuge sagte, etwa 30 Häuser seien zerstört und zahlreiche Inselbewohner - darunter auch Kinder - getötet worden.