Jolo US-Geisel wird "wie ein Hund" gequält
Zamboanga - Die Soldaten seien in "unmittelbarer Nähe" der Extremisten, die den Amerikaner Jeffrey Schilling in ihrer Gewalt hielten, sagte Armeesprecher Generoso Senga. Schon bald sei mit "positiven Entwicklungen" zu rechnen
Flüchtende Bewohner von Jolo erzählten, bei den Angriffen der Armee mit Kampfflugzeugen und Artillerie seien mindestens zwei Dörfer völlig zerstört worden. Dabei seien mehrere hundert Menschen verletzt oder getötet worden, hieß es. Nach offiziellen Angaben der Armee kamen bei dem Angriff bis zum Sonntag 28 Rebellen, ein Soldat und zwei Zivilisten ums Leben. Geheimdienstberichte sprachen von bis zu 90 Toten unter den Abu Sayyaf-Mitgliedern. Insgesamt flohen vor den Kämpfen mehr als 24.000 Menschen, die nun größtenteils in etwa einem Dutzend Evakuierungszentren campieren müssen.
Der Vize-Gouverneur der Südprovinz Sulu, Munib Estino, berichtete, die amerikanische Geisel Jeffrey Schilling werde von seinen Entführern "wie ein Hund" gequält. Die Kidnapper hätten ihn an Händen und Füßen gefesselt. Immer wieder werde der 24- Jährige von seinen Peinigern getreten und geschlagen. "Jeder, der ihn gesehen hat, hatte Mitleid mit ihm", berichtete Estino. Der Kalifornier war Ende August auf Jolo verschleppt worden.