Dresscode bei Hertha BSC: Klinsmann verbietet Jogginghosen
Dresscode für Hertha BSC Klinsmann verbietet Jogginghosen
Was haben Karl Lagerfeld und Jürgen Klinsmann gemeinsam? Offenbar eine Abneigung gegen Jogginghosen. "Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren", sagte der in diesem Jahr verstorbene Designer. Jürgen Klinsmann hat nun bei seinem neuen Verein Hertha BSC die Schlabberhose auf den Index gesetzt.
Laut einem Bericht von "Bild" sind neuerdings Jogginghosen auf Dienstreisen zu Auswärtsspielen für die Sportler verboten. Klinsmann, der den Berliner Fußball-Bundesligisten seit Ende November trainiert, soll die neue Kleiderordnung zusammen mit seinem Trainerteam beschlossen haben.
Keine Anzugpflicht
Eine Anzugpflicht soll es allerdings nicht geben, wenn die Hertha-Profis im Vereinsauftrag verreisen. Es hieß, die Spieler könnten individuell über ihre Kleidung entscheiden - zumindest solange sie auf Sporthose und Trainingsjacke verzichten.
Klinsmann lernte offenbar in seiner Zeit als Profispieler in Italien, in feinem Zwirn zu Auswärtsspielen zu reisen. Auch in seiner Zeit als Nationaltrainer (USA, Deutschland) wurden seine Spieler nie in Trainingsklamotten bei offiziellen Reisen gesichtet. In der US-amerikanischen Basketball-Profiliga NBA ist der Businesslook seit 2005 Pflicht.
Als Erfinder des bequemen Beinkleids gilt übrigens ein Mann aus dem Land der Mode - der Franzose Émile Camuset. Der Gründer des Sportartikelherstellers Le Coq Sportif hatte erstmals 1929 eine Trainingshose aus Jersey im Angebot.
Ob Klinsmanns Verbot sogar am 21. Januar gilt, ist noch nicht geklärt: Da feiern eingefleischte Fans den "Internationalen Jogginghosentag".