Jugendgewalt: Straßenschlacht in Dresden - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Jugendgewalt Straßenschlacht in Dresden

Blutiger Ausklang des Vatertages in Dresden: Bei Zusammenstößen zwischen rund 1000 teilweise stark alkoholisierten Jugendlichen und der Polizei wurden in der Nacht bis zu 100 Menschen verletzt. Etwa 50 Randalierer wurden vorläufig festgenommen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dresden - Ein politischer Hintergrund wurde ausgeschlossen. Unter den Verletzten sind 41 Polizisten. Die Ausschreitungen auf den Elbwiesen in Dresden-Neustadt begannen laut Polizeiangaben am Donnerstagabend, als 30 bis 40 Personen den Lastwagen eines Catering-Unternehmens beschädigten.

Ausgangspunkt der Randale waren sogenannte Herrentagsfeiern, die traditionsgemäß zwischen der Carola- und der Augustusbrücke stattfinden. Bereits am späten Nachmittag waren Steine und Feuerwerkskörper geflogen, unter anderem auch gegen das Finanzministerium. Mit einbrechender Dunkelheit eskalierten dann die Übergriffe.

Ein Polizeifahrzeug wurde beschädigt. Die Zahl der Angreifer wuchs zwischenzeitlich auf etwa 1000 an. Die Randalierer setzten unter anderem ein Auto in Brand und demolierten einen Kiosk. Den rund 200 Polizisten gelang es erst nach mehreren Stunden, die Lage unter Kontrolle zu bringen.