Jugendliche Vergiftung mit selbstgemixten Saft
Siegen - Die 15 und 16 Jahre alten Jungen aus Burbach bei Siegen in Nordrhein-Westfallen befanden sich nach dem Genuss der Biodroge in akuter Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Jetzt liegen die Jugendlichen noch auf Intensivstationen verschiedener Krankenhäuser.
Die Jungen hatten sich am Montagabend aus einem privaten Garten Blüten des hoch giftigen Nachtschattengewächses organisiert und einen berauschenden Extrakt gemixt. Auf einem Marktplatz tranken sie von dem giftigen Gebräu. Anschließend wurde ihnen schlecht.
Die Engelstrompete wirkt als psychogene Droge und ruft Vergiftungserscheinungen hervor. Der Giftgehalt variiere von Pflanze zu Pflanze. Der Genuss derartiger Drogen sei immer ein Spiel mit dem Leben, berichtete die Polizei. Im Bereich Siegen habe es bereits vor etwa einem halben Jahr einen ähnlichen Fall gegeben. In Nordrhein- Westfahlen wurden seit 1998 rund 150 Fälle gemeldet.
"Der Genuss von Biodrogen aus Nachtschatten-Gewächsen steht zwar nicht unter Strafe", sagte der Polizeisprecher. Dennoch werde ermittelt, ob sich der Akteur, der das Gebräu zusammengemixt hat, der Körperverletzung schuldig gemacht hat. Es könnte auch ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz vorliegen.