Jugendlicher Schütze "Ich bringe mich in der Schule um"
Rötz - Bei den Vernehmungen durch die Kriminalpolizei sagte Maximilian H. gestern, er habe sich mit dem Revolver erschießen wollen. Sein Ziel sei nicht der Arbeitslehrer Jens E. gewesen. Die "Bild"-Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, der Schüler habe seinen Suizid einer Klassenkameradin per SMS angekündigt. "Ich bringe mich in der Schule um, die gehen mir so auf die Nerven", zitiert die Zeitung den Schützen. Laut Polizei bestätigten die Mitschüler, dass der 14-Jährige bereits zuvor einen Selbstmord angekündigt hatte.
Der Jugendliche hatte gestern nach einem Streit mit seinem Lehrer den Klassenraum der Grund- und Hauptschule von Rötz in der Oberpfalz verlassen und war wenig später mit einem Revolver zurückgekommen. Bei einem Handgemenge zwischen dem Jugendlichen und dem Pädagogen löste sich ein Schuss. Niemand wurde verletzt. Die Waffe hatte der Schüler auf der Toilette des Schulkomplexes versteckt. Der Revolver stammte aus dem Waffenschrank des Vaters, der Jäger ist.
Wie der Jugendliche an den Revolver kam, ist weiterhin unklar. Als die Polizei nach dem Zwischenfall das Elternhaus durchsuchte, war der Waffenschrank des Vaters ordnungsgemäß verschlossen. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Auch gegen den 41 Jahre alten Vater sollen möglicherweise Ermittlungen eingeleitet werden.