Angriff im Golf von Aden: US-Marine nimmt Piraten gefangen - DER SPIEGEL
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Angriff im Golf von Aden US-Marine nimmt Piraten gefangen

Ein Docklandungsschiff der US-Marine ist am Horn von Afrika von Piraten attackiert worden. Die Soldaten feuerten zurück, setzten das Boot der Angreifer in Brand - und nahmen die Seeräuber in Gewahrsam.
Getroffenes Piratenboot: Von der "USS Ashland" in Brand gesetzt
Getroffenes Piratenboot: Von der "USS Ashland" in Brand gesetzt

Getroffenes Piratenboot: Von der "USS Ashland" in Brand gesetzt

Foto: Mc2 Jason R. Zalasky/ dpa
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Hamburg - Angehörige der US-Marine haben am Samstag im Golf von Aden sechs Piraten gefangengenommen. Zuvor hatten die Seeräuber das Docklandungsschiff der amerikanischen Soldaten beschossen.

Die "USS Ashland" befand sich auf einer Routinepatrouille vor dem Horn von Afrika, als die sechs Männer von ihrer Jolle aus das Feuer eröffneten, hieß es in einer Mitteilung der Marine. Die Amerikaner hätten das Feuer erwidert und das Boot der Angreifer dabei in Brand gesetzt. Die Männer seien ins Wasser gesprungen, von der "Ashland" an Bord genommen und dort medizinisch betreut worden.

Es ist die dritte Konfrontation zwischen der US-Marine und Piraten innerhalb von zehn Tagen, bei denen insgesamt 21 Verdächtige gefangengenommen wurden. In zwei Fällen waren die amerikanischen Schiffe zuvor unter Beschuss geraten.

Die Angriffe der Piraten haben in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Zurzeit befinden sich mindestens 17 Schiffe mit mehr als 240 Besatzungsmitgliedern in der Gewalt der Seeräuber.

In der vergangenen Woche hatte die niederländische Marine ein deutsches Containerschiff aus den Händen somalischer Piraten befreit. Nach SPIEGEL-Informationen wurden Haftbefehle gegen zehn mutmaßliche Seeräuber erlassen - damit läuft alles auf den ersten Prozess gegen somalische Piraten auf deutschem Boden hinaus.

wit/dpa/apn