Aachen Polizei sucht Erpresser von Eltern
Die Polizei in Aachen sucht einen Erpresser, der Eltern damit gedroht hat, ihre Kinder zu töten. Der Unbekannte habe Briefe mit der Post verschickt und darin stets eine fünfstellige Summe von seinen Opfern gefordert.
Das Geld sollten die Eltern an einem bestimmten Ort ablegen - das war in allen 13 der Polizei bekannten Fällen stets derselbe. Mit einer heimlich dort installierten Kamera machten die Fahnder Fotos des mutmaßlichen Täters, mit denen sie nun an die Öffentlichkeit gingen.
Keine der 13 betroffenen Familien, die den Ermittlern bisher bekannt sind, hat gezahlt, wie ein Polizeisprecher sagte. Aus Sicht von Experten des Landeskriminalamtes deutet vieles auf ein amateurhaftes Vorgehen hin.
Familien mit kleinen Kindern
Erpresserbriefe hätten auch Eltern bereits erwachsener Kinder bekommen - in einem Fall sogar ein Paar, das gar keine Kinder habe, sagte ein Polizeisprecher. Opfer seien aber auch Familien mit kleinen Kindern.
Möglicherweise gebe es Paare, die sich bisher noch nicht bei der Polizei gemeldet hätten. Aus dem Grund kann die Polizei nicht sagen, ob der Täter Geld erpressen konnte. Der Mann sei seit Mai 2016 im Raum Aachen, Düren und Heinsberg aktiv.
Als die Polizeikamera am 23. Januar Fotos machte, trug der Gesuchte einen blauen Overall und war mit einem schwarzen Roller unterwegs.