Acapulco: Angriffe auf Bundespolizei - DER SPIEGEL
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Gewalt in Mexiko: Polizei unter Beschuss

Foto: PEDRO PARDO/ AFP

Gewalt in Guerrero Gefährliches Touristenparadies

Acapulco kommt nicht zur Ruhe. Bei Schießereien an einer Polizeiwache und einem Hotel kam einer der Angreifer ums Leben. Kurz darauf wurde ein Journalist ermordet.
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Die Reihe von Gewalttaten auf den Straßen Mexikos reißt nicht ab. Am Montag wurde der 49-jährige Journalist Francisco Pacheco vor seinem Haus in der Stadt Taxco im Bundesstaat Guerrero erschossen. Der Chefredakteur der Lokalzeitung "Foro de Taxco" hatte kurz zuvor seine Tochter zur Schule gebracht, teilten die Behörden mit. Familienmitglieder sagten der New Yorker Nichtregierungsorganisation "Committee to Protect Journalists", er sei auf dem Rückweg von der Bushaltestelle zwei Mal in den Hinterkopf geschossen worden.

Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen arbeitete Pacheco auch für andere Medien und war für seine investigativen Recherchen bekannt. Er habe in den vergangenen Monaten eine Serie von Artikeln veröffentlicht, die Missstände in der Stadtverwaltung aufgedeckt hätten. Die Menschrechts-Kommission der mexikanischen Regierung verurteilte das Verbrechen. Es sei bereits die fünfte Ermordung eines Journalisten in diesem Jahr.

Schon in der Nacht zuvor hatte eine Reihe von Schießereien in Acapulco die Bevölkerung in Aufruhr versetzt. Eine Gruppe Bewaffneter attackierte eine Wache der Bundespolizei in der Touristenstadt. Auch ein Hotel, in dem mehrere Beamte der mexikanischen Bundespolizei untergebracht waren, wurde zum Ziel der Angreifer.

Bei der Schießerei vor dem Hotel wurde einer der Männer getötet, ein Polizist erlitt eine Schussverletzung am Bein. Hector Astudillo, der Gouverneur des Bundesstaates, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Attacke könnte im Zusammenhang mit der Verhaftung führender Mitglieder eines Drogenkartells stehen. Wahrscheinlich handele es sich um "eine Auseinandersetzung zwischen zwei kriminellen Banden".

Der Touristenort Acapulco verzeichnete in den vergangenen Jahren eine steigende Anzahl an Gewalttaten. Im vergangenen Jahr wurden in der 800.000-Einwohner-Stadt 902 Morde registriert. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden 205 Menschen umgebracht.

cne/AP/AFP

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