Mutmaßlicher Täter im Fall Alan Barnes "Ich schäme mich sehr"
Alan Barnes: 440.000 Euro für den überfallenen Rentner
Foto: Ian Forsyth/ Getty ImagesGateshead - Er sei zutiefst schockiert über das, was er getan habe, ließ Richard G. über seinen Anwalt verlauten. Der 25 Jahre alte Mann, der vor wenigen Wochen den kleinwüchsigen und sehbehinderten Rentner Alan Barnes vor seiner Haustür im britischen Gateshead überfallen hatte, steht nun vor Gericht. "Er lässt ausrichten, dass er entsetzt ist und sich sehr für seine Tat schämt", sagte der Verteidiger von G. Der ist selbst nicht vor Gericht anwesend, wird aber per Video zugeschaltet, wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet .
Der Überfall auf Barnes hatte weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Nachdem er vor seiner Wohnung im Nordosten Englands zu Boden geworfen und verletzt worden war, wollte der zerbrechlich wirkende Mann nicht mehr in sein Zuhause zurückkehren. Bei einer Online-Aktion hatten anschließend fast 25.000 Menschen gespendet, damit Barnes umziehen kann - dabei kamen rund 330.000 Pfund (440.000 Euro) zusammen.
Kurz nach dem Überfall konnten in Barnes' Tasche DNA-Spuren von G. nachgewiesen werden. Nun zeigte der Mann vor Gericht Reue. "Er kann nicht aufhören, an Herrn Barnes zu denken", sagte Verteidiger Jamie Adams. Sein Mandant sei im Gefängnis in einer separaten Zelle untergebracht, weil ihn andere Insassen wegen seiner Tat attackieren würden. Laut "Daily Mail" ist G. drogenabhängig und wollte Barnes Geld stehlen, um seiner Sucht nachzugehen.
G. soll nun weiter in Gewahrsam bleiben, ein Urteil wird im April erwartet. Barnes selbst erklärte unterdessen, er habe das Geld der Spendenaktion unter anderem in einen Agenten investiert, der ihm nun dabei helfen soll, nicht alles für teure Urlaube auszugeben.