Ausreise Mzoudi in Marokko eingetroffen
Hannover - Mzoudis Anwalt Michael Rosenthal sagte, sein Mandant sei zwar am Flughafen von Behördenvertretern empfangen worden, dort habe man sich jedoch nur "reizend" mit ihm unterhalten. Danach fuhr Mzoudi mit seiner Familie mit dem Auto in Richtung seines Heimatortes Marrakesch. "Es geht ihm gut", sagte sein Anwalt, der ihn begleitet. "Im Moment sprechen keine Behörden mit Mzoudi."
Die Hamburger Ausländerbehörde hatte Mzoudi eine zweiwöchige Frist zur Ausreise gesetzt. Diese Frist wäre am Donnerstag abgelaufen.
Der Marokkaner war durch den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am 9. Juni endgültig vom Terrorverdacht freigesprochen worden. Der BGH hatte die Revision der Bundesanwaltschaft gegen einen Freispruch durch das Hanseatische Oberlandesgericht vom Februar 2004 verworfen.
Mzoudi war vorgeworfen worden, ein Helfer der Hamburger Todespiloten vom 11. September 2001 gewesen zu sein. Vergangene Woche hatte Mzoudi im Prozess gegen seinen als Terrorhelfer angeklagten Landsmann Mounir al-Motassadeq die Aussage verweigert. Motassadeq werden ebenso wie zuvor Mzoudi Beihilfe zum Mord sowie Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung zur Last gelegt.