Barcelona: 13-Jähriger erschießt seinen Lehrer mit Armbrust - DER SPIEGEL
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Schule in Barcelona 13-Jähriger erschießt Lehrer mit Armbrust

Bewaffnet mit einer Armbrust hat ein Jugendlicher in Barcelona eine Schule betreten und einen Lehrer getötet. Mehrere Menschen verletzte er. Schon vor Tagen soll der 13-Jährige eine Bluttat angekündigt haben.
Polizisten vor der Schule in Barcelona: Schüler hat Lehrer getötet
Polizisten vor der Schule in Barcelona: Schüler hat Lehrer getötet

Polizisten vor der Schule in Barcelona: Schüler hat Lehrer getötet

Foto: Toni Garriga/ dpa
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Ein Jugendlicher hat einen Lehrer an einer Schule in Barcelona mit einer Armbrust erschossen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der erst 13 Jahre alte Schüler bereits festgenommen. Er habe weitere vier Menschen verletzt. Außer der Armbrust soll er noch einen Dolch getragen haben. An der betroffenen Schule werden Kinder zwischen 12 und 16 Jahren unterrichtet.

Die Zeitung "El Mundo"  und andere spanische Medien berichten übereinstimmend, dass sich der Vorfall gegen neun Uhr am Morgen zugetragen habe. Der mutmaßliche Täter soll erst um diese Zeit zum Unterricht erschienen sein, eine Stunde zu spät, wie Augenzeugen berichten. Beim Betreten des Raumes habe er die Waffe sofort gegen die Lehrerin gerichtet und auf sie geschossen. Anschließend soll er auf deren Tochter gezielt haben, die ebenfalls Schülerin dort ist.

Lehrer durch Messerstich getötet

Den Angaben zufolge hörte ein Lehrer der Nebenklasse Schreie und kam herbei. Zunächst hatte es geheißen, der Schüler habe den Lehrer mit seiner Armbrust erschossen. Die Polizei korrigierte die Angabe später und wies darauf hin, dass das Opfer durch einen Messerstich getötet worden sei.

Zahlreiche Schüler schlossen sich nach Angaben der Polizei aus Angst in ihren Klassenräumen ein, andere liefen panisch auf den Schulhof. Augenzeugen berichteten, dass der Angreifer nach der Attacke auf die Toilette flüchtete, wo er überwältigt wurde, schreibt "El Mundo". Der 13-Jährige habe in seinem Rucksack Tarnkleidung sowie eine mutmaßlich entzündliche Flüssigkeit mit sich geführt.

Schüler soll Bluttat angekündigt haben

Der mutmaßliche Täter wurde in eine Klinik gebracht, wo er auf seinen psychischen Zustand untersucht werden sollte. Einem Behördensprecher zufolge habe der Junge verstört gewirkt und unverständliche Dinge gesagt.

Mitschüler beschrieben ihn als Einzelgänger. Er habe eine "Vorliebe für alles Militärische" gehabt und sei manchmal in Tarnhosen zur Schule gekommen.

Laut dem spanischen Fernsehsender RTVE  soll der Schüler in der vergangenen Woche wiederholt damit gedroht haben, alle Lehrer der Einrichtung sowie sich selbst umzubringen. Mitschüler sagten demnach aus, dass der Junge eine Liste mit Namen seiner potenziellen Opfer geführt habe. Das hätten sie jedoch für einen Scherz gehalten. Über ein genaues Motiv ist weiterhin nichts bekannt.

kis/AP/AFP/dpa