Tödliche Schüsse in Bayreuth Polizei geht von Beziehungstat aus
Spurensicherung in Bayreuth: Täter soll Waffenschein besessen haben
Foto: Nicolas Armer/ dpaIm oberfränkischen Bayreuth hat ein 41-jähriger Mann seine Ex-Freundin und deren Vater erschossen sowie den Freund der Frau verletzt. Nach der Bluttat tötete sich der Mann selbst.
Am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr war die Polizei in den Bayreuther Stadtteil St. Johannis gerufen worden. Am Rande einer Einfamilienhaussiedlung unweit der Autobahn Nürnberg-Berlin (A9) fanden die Beamten drei Leichen.
Eine am Tatort sichergestellte Waffe konnte im Zuge der Ermittlungen dem 41-Jährigen zugeordnet werden. Als Jäger hatte er die Pistole der Marke Ceska legal in seinem Besitz. Laut "Nordbayerischem Kurier" war der Mann nicht vorbestraft.
Das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth erklärten, man gehe davon aus, dass der Mann aus dem Landkreis Bayreuth für die Tat verantwortlich sei. Er soll seine 33-jährige Ex-Freundin sowie deren 65 Jahre alten Vater getötet haben. Das Tatmotiv soll Eifersucht gewesen sein.
Bei dem Verletzten handelt es sich demnach um den 32-jährigen Freund der Frau. Ihm war trotz einer schweren Kopfverletzung die Flucht gelungen. Polizeibeamte griffen ihn in einer Nebenstraße auf und brachten ihn ins Krankenhaus. Es bestehe keine Lebensgefahr, so die Polizei.
Ermittler der Kriminalpolizei führten zahlreiche Vernehmungen durch. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat die Obduktion der drei Leichen veranlasst. Mehrere Fahrzeuge, die Einschüsse aufwiesen, wurden sichergestellt.