Berlin: Brutaler Mordversuch für ein Handy - DER SPIEGEL
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Berlin Brutaler Mordversuch für ein Handy

Sie sollen mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen, den Mann zudem mit einem Gürtel geschlagen haben: In Berlin stehen vier Jugendliche vor Gericht, die einen Modedesigner überfallen haben sollen. Sie hatten es laut Anklage auf dessen Handy abgesehen.
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Berlin - Vier Jugendliche stehen seit dem heutigen Montag wegen Mordversuchs an einen 26-jährigen Modedesigner in Berlin vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten im Alter von 16 bis 19 Jahren vor, ihr Opfer am Nachmittag des 3. Mai in einem Park nahe des Botanischen Gartens überfallen und misshandelt zu haben. Der Grund für die Tat: Sie hatte es auf sein teures Handy abgesehen.

Der Designer wurde durch Messerstiche und Schläge schwer verletzt. Ärzte retteten sein Leben durch eine Notoperation. Der Prozess begann unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Laut Anklage wollten die Jungen "jemanden abziehen". Einer der beiden 17-Jährigen hatte demnach mehrfach mit einem Messer auf den Designer eingestochen. Als der Mann bereits verletzt am Boden lag, sollen die übrigen Angeklagten zugeschlagen haben. Dabei habe einer der Teenager einen Gürtel mit Metallschnalle benutzt. Einem fünften Angeklagten wird wegen Beteiligung an dem Überfall Raub und Körperverletzung vorgeworfen.

Das Jugendgericht verhandelt außerdem zwei weitere Überfälle, bei denen die Besitzer von Handys oder eines MP3-Players misshandelt oder bedroht worden seien. Die Taten wurden im April und Mai in Berlin-Moabit verübt. Wegen Beteiligung an einer der Taten steht ein 18-Jähriger als sechster Angeklagter vor Gericht. Der siebte Beschuldigte hält sich angeblich bei seinem Vater in Bulgarien auf. Das Gericht erließ einen internationalen Haftbefehl.

bog/dpa