Berlin Mann zündet Brandsatz in Jobcenter
Berlin - Die schnelle Reaktion des Personals konnte ein Feuer verhindern: Ein aufgebrachter Arbeitssuchender hat am Montag im Jobcenter Berlin-Marzahn einen selbstgebauten Brandsatz gezündet. Am Mittag habe der 41-Jährige die Räume im sechsten Stock betreten, teilte die Polizei mit. Vor den überraschten Angestellten habe der Mann den Teppichboden in Brand setzen wollen - mit in brennbarer Flüssigkeit getränkten Papiertüchern. Die Mitarbeiter des Jobcenters hätten schnell zum Feuerlöscher gegriffen und damit verhindert, dass der Teppich in Flammen aufging.
Polizeibeamte beschlagnahmten eine Flasche mit brennbarer Flüssigkeit, die der mutmaßliche Täter zurückgelassen hatte. Der 41-Jährige ist namentlich bekannt, aber flüchtig. Was ihn in Rage brachte, ist noch unklar. Gegen ihn wird wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt. Verletzt wurde niemand.
Im Mai war in einem Frankfurter Jobcenter eine Frau in einer Auseinandersetzung mit der Polizei getötet worden. Die 39-Jährige war nach einem Streit mit einem Sachbearbeiter mit einem Messer auf einen Polizisten losgegangen und hatte diesen damit schwer am Bauch verletzt. Seine Kollegin hatte daraufhin auf die Frau geschossen, die später im Krankenhaus starb. Anlass für den Streit soll die Weigerung des Sachbearbeiters gewesen sein, die Sozialhilfe in bar auszuzahlen.