Berlin: Mutter des schwer verletzten Säuglings gefasst - DER SPIEGEL
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Berlin Mutter des schwer verletzten Säuglings gefasst

Die Mutter eines wenige Monate alten Babys, das eine Passantin unter einem Auto in Berlin entdeckt hatte, ist gefunden. Bankangestellte erkannten die Frau in ihrer Filiale und alarmierten die Polizei. Der kleine Junge schwebt noch immer in Lebensgefahr.
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Berlin - Die 22-Jährige sei heute Morgen in einer Bankfiliale in der Nähe ihrer Wohnung im Stadtteil Niederschöneweide festgenommen worden, teilte Polizeisprecher Benedikt Scherlebeck mit. "Die Frau wurde wiedererkannt. Bankangestellte drückten den Notruf und hielten sie fest, bis die Polizei kam", sagte der Sprecher. Die Mutter wohne in derselben Straße in Niederschöneweide, in der eine Passantin den Säugling gestern entdeckt hatte.

Die Frau wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft versuchter Totschlag und Misshandlung von Schutzbefohlenen in besonders schwerem Fall vorgeworfen. Ein Ermittlungsrichter hat Haftbefehl erlassen. Die Frau hat die Vorwürfe in Vernehmungen bei der Polizei und vor dem Richter bestritten.

Der Säugling war nach Polizeiangaben vermutlich vorsätzlich unter das Auto gelegt worden. Eine Frau hatte den sechs Monate alten Jungen zufällig entdeckt, weil sie ein leises Wimmern gehört hatte. Das Baby mit schwersten Kopfverletzungen lag unter dem Wagen vor einem Reifen.

Die Rettung kam buchstäblich im letzten Moment: Nur eine Minute, nachdem die Frau den kleinen Jungen in ihre Obhut genommen und einen Notarzt alarmiert hatte, kam der Besitzer des Autos und wollte wegfahren. Laut Polizei hätte er das Kind beim Ausparken mit großer Wahrscheinlichkeit übersehen und überrollt.

Das Baby wurde sofort in eine Kinderklinik zu einer Notoperation gebracht. Woher die Kopfverletzungen stammen, ist noch unklar. Der kleine Junge liegt auf der Intensivstation und schwebt noch immer in Lebensgefahr.

ffr/dpa/ddp/AFP