Fahndung nach Verdächtigen Tödlicher Angriff im Wedding gibt Rätsel auf
Mehrere Täter greifen vier Männer auf offener Straße mit Messern und mindestens einer Schusswaffe an, töten einen 31-Jährigen und verletzten die drei weiteren Opfer schwer: Nach der Gewalttat im Berliner Stadtteil Wedding hat eine Mordkommission die Ermittlungen übernommen. Die Fahndung nach den Tätern läuft, sie sind auf der Flucht.
Die Polizei erhofft sich von der Befragung der Überlebenden neue Hinweise. Wenn es ihr Gesundheitszustand zulasse, sollen die Männer noch am Sonntag befragt werden, sagte eine Polizeisprecherin. Für die Verletzten besteht keine Lebensgefahr mehr.
Vor dem Krankenhaus versammelten sich am Samstagabend mehrere Dutzend Menschen. Laut Polizei blieb es dabei friedlich. Zudem standen Samstagabend etwa 50 Personen am Tatort. Laut "Berliner Zeitung" soll es dabei zu lautem Schreien gekommen sein. Anwohner verständigten daraufhin die Polizei. Am Sonntag hielten sich anfangs noch einige Menschen vor Ort auf, später war der Tatort weitgehend verlassen.
Der Angriff ereignete sich auf der Hochstädter Straße nahe der U-Bahn-Haltestelle Nauener Platz. Die Täter sollen in einem schwarzen Auto vorgefahren sein und gezielt angegriffen haben, berichtete die "Berliner Zeitung". Ein Zeuge sagte aus, die Täter seien in mehreren BMWs vom Tatort geflüchtet. Das bestätigte die Polizei nicht, es war lediglich von Fluchtfahrzeugen die Rede.
Die Hintergründe der Tat sind weiter unklar. Laut Polizei kommen die Opfer aus Bosnien-Herzegowina. Bei den Beteiligten soll es sich um rivalisierende Clans handeln.
Zeitungsberichten zufolge könnte die tödliche Attacke die Fortsetzung eines Streits vom Freitag gewesen sein. An dem Tag sollen sich die späteren Täter und Opfer in einer Kneipe gestritten haben. Das Boulevardblatt "B.Z." berichtete zudem, einer der Angegriffenen habe sich mit ehemaligen Geschäftspartnern zerstritten. Auf Anfrage des "Tagesspiegel" wollte eine Polizeisprecherin dies weder bestätigen noch dementieren.