Berlin: U-Bahn-Treter-Prozess - Studentin schildert die Tat - DER SPIEGEL
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Prozess in Berlin Opfer spricht über Angriff von U-Bahn-Treter

Im Strafverfahren um eine brutale Attacke in der Berliner U-Bahn hat die geschädigte Studentin ausgesagt. Monatelang habe sie unter dem Geschehen gelitten.
Swetoslaw S. im Gerichtssaal
Swetoslaw S. im Gerichtssaal

Swetoslaw S. im Gerichtssaal

Foto: Sean Gallup/ Getty Images
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Die junge Frau, die in einem Berliner U-Bahnhof eine Treppe hinuntergetreten wurde, hat in der ersten Zeit nach dem Angriff den Kontakt zur Außenwelt gemieden. Monatelang habe sie unter dem Geschehen gelitten, sagte die 26-jährige Studentin vor dem Berliner Landgericht.

Vor der Tat habe sie niemand auf der Treppe wahrgenommen. "Ich konnte zuerst nicht ergründen, warum ich gestürzt bin", sagte sie. Die Geschädigte stürzte mit dem Gesicht voran auf den Bahnsteig. Sie brach sich einen Arm und erlitt eine Platzwunde am Kopf. An den Aufprall habe sie keine Erinnerung, sagte die Frau. Andere Fahrgäste hätten ihr geholfen.

Der 28-jährige Angeklagte Swetoslaw S. hatte die Tat zu Prozessbeginn gestanden. Der Angriff Ende Oktober 2016 im U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Empörung ausgelöst.

Polizeivideo zeigt die Tat:

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Swetoslaw S. hatte zu Prozessbeginn um Entschuldigung gebeten. An die Tat habe er keine konkrete Erinnerung, sagte er. Er habe an dem Tag Drogen und Alkohol konsumiert und sei erst durch die Veröffentlichung der Videoaufnahmen auf die Tat aufmerksam geworden. Er ist unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der Prozess musste von vorn beginnen, weil eine Schöffin für befangen erklärt worden war.

Anmerkung: In einer früheren Fassung dieses Artikels war von Stanislav S. die Rede. Der Angeklagte heißt mit Vornamen jedoch Swetoslaw. Wir die entsprechenden Stellen korrigiert.

apr/dpa