Berliner Bank: Ganoven scheitern bei Einbruch mit Riesenbohrer - DER SPIEGEL
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Berliner Bank Ganoven scheitern bei Einbruch mit Riesenbohrer

Die Einbrecher trennten nur noch wenige Zentimeter vom Tresorraum einer Berliner Bank. Da löste die Alarmanlage aus, die Täter konnten unerkannt flüchten. Der Fall erinnert an den spektakulären Tunnel-Coup vom Januar.
Schweres Bohrgerät: Einbrecher haben in Berlin versucht, einen Tunnel in eine Bank zu schaffen
Schweres Bohrgerät: Einbrecher haben in Berlin versucht, einen Tunnel in eine Bank zu schaffen

Schweres Bohrgerät: Einbrecher haben in Berlin versucht, einen Tunnel in eine Bank zu schaffen

Foto: Jörg Carstensen/ dpa
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Berlin - Mit einer riesigen Bohrmaschine haben Ganoven erneut versucht, unterirdisch in einer Berliner Bank einzubrechen. Die Täter bohrten von einem Keller neben der Filiale im Norden der Stadt ein rund 50 Zentimeter großes Loch. Dabei lösten sie am Sonntagabend jedoch einen Alarm aus und flüchteten, bevor sie ihre Arbeit beenden konnten.

Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang mit dem spektakulären Coup vom Januar gibt. In Berlin-Steglitz hatten Unbekannte damals einen 45 Meter langer Tunnel gebohrt und Hunderte Schließfächer ausgeräumt.

An den Einbruchsversuch erinnerte am Montag noch das Werkzeug. Der Diamantbohrkopf mit einem halben Meter Durchmesser steckte noch in der Wand. Bei dem neuen Fall im Stadtteil Gesundbrunnen sei eine baugleiche Profibohrmaschine wie in Steglitz verwendet worden, sagte ein Polizeisprecher. Auch dieses Mal war ein Tresorraum mit Schließfächern das Ziel.

"Es könnte sich aber auch um Nachahmungstäter handeln", sagte der Sprecher. Zum Einbruch in Steglitz, wo die Täter mit einer Millionen-Beute aus 309 Schließfächern entkamen, gibt es laut Polizei "keine heiße Spur".

Die Ermittler gehen davon aus, dass die flüchtigen Täter seit rund einer Woche in dem Keller gearbeitet hatten. Dass ein Einzelner in dem Keller am Werk war, könne ausgeschlossen werden. Dafür sei der Aufwand zu groß gewesen.

Kriminalhauptkommissar Michael Adamski, der die Untersuchung zum Steglitzer Fall leitet, sieht aber auch Unterschiede zum damaligen Einbruch. Die Schließfächer in diesem Tresorraum seien außerhalb der Öffnungszeiten mit gesonderten Stahltüren gesichert gewesen, sagte er. Adamski bezweifelt deshalb, dass die Einbrecher überhaupt Beute gemacht hätten, wenn sie bis in die Bank gekommen wären.

wit/dpa