Blankenburg: Tödliche Explosion, Flüssiggas in Wohnung gefunden - DER SPIEGEL
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Tödliche Explosion in Blankenburg Ermittler finden Flüssiggas in Wohnung

Bei einer Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Sachsen-Anhalt ist ein Mensch ums Leben gekommen. Die Polizei entdeckte Flüssiggas in dem Gebäude - und korrigierte die Zahl der Verletzten.
Blankenburg: Schwarz verrußt sind Balkone eines Mehrfamilienhauses nach einer Explosion
Blankenburg: Schwarz verrußt sind Balkone eines Mehrfamilienhauses nach einer Explosion

Blankenburg: Schwarz verrußt sind Balkone eines Mehrfamilienhauses nach einer Explosion

Foto: Matthias Bein/ DPA
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Der Polizei zufolge sind bei der tödlichen Explosion in Blankenburg im Harz weniger Menschen verletzt worden als zunächst angenommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurden 15 Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Darunter seien vier Beamte mit Rauchvergiftung. Zunächst war die Polizei von etwa 25 Verletzten ausgegangen.

Ein 78-Jähriger, in dessen Wohnung sich die Explosion am Morgen ereignet hatte, wurde tot aufgefunden. Einsatzkräfte fanden dort auch mehrere Flaschen mit Flüssiggas.

"Derzeitigen Erkenntnissen zufolge wurde die Explosion durch Flüssiggas ausgelöst", hieß es von der Polizei. Wie das genau geschah, ist unklar. Das betroffene Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Auf einem Foto, das die Ermittler verbreiteten, sind Zerstörungen an den Fenstern einer Wohnung im ersten Stock zu sehen, Rußspuren ziehen die Fassade hoch. Laut Polizei folgte auf die Explosion in der Bertolt-Brecht Straße gegen 8.55 Uhr ein Brand.

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Schäden an einem gegenüberliegenden Haus lassen ahnen, wie groß die Wucht der Explosion gewesen sein muss: Fenster wiesen Risse und Löcher auf. Am Einsatzort lagen zahlreiche Scherben auf der Straße, dort abgestellte Autos trugen dem Augenschein nach größere Schäden davon.

Eine Zeugin des Vorfalls berichtete von einer spürbaren Erschütterung. "Ich habe in der Küche gesessen, und da gab es einen großen Knall", sagte die 63 Jahre alte Anwohnerin. Anschließend habe sie einen Mann um Hilfe rufen gehört.

Das Gebäude liegt am Rande der 20.000-Einwohner-Stadt in Sachsen-Anhalt. In der Nachbarschaft befinden sich eine Grundschule sowie eine Kita. Aus dieser wurden rund hundert Kinder in anderen Einrichtungen untergebracht, wie die Einrichtung mitteilte.

Die Statik des Mehrfamilienhauses soll im Laufe des Tages überprüft werden. "Die Platten in dem Neubaublock haben sich verschoben", sagte Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse. Einsatzkräfte suchten zwischenzeitlich auch nach einer vermissten Person. Später wurde allerdings Entwarnung gegeben, wie Lohse sagte. Vermisst werde nun niemand mehr.


Anmerkung: In einer ersten Textfassung hieß unter Berufung auf die Polizei, in dem Gebäude sei auch Weltkriegsmunition entdeckt worden. Dem war jedoch nicht so, wie die Ermittler später mitteilten. Wir haben diese Angabe im Artikel korrigiert.

wit/mxw/dpa

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