Bluttat: Einbrecher stechen Tessiner Ehepaar nieder - DER SPIEGEL
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Bluttat Einbrecher stechen Tessiner Ehepaar nieder

Tragödie in Mecklenburg-Vorpommern: Zwei junge Männer haben gestern Abend ein Ehepaar in dessen Wohnung niedergestochen. Die Täter nahmen daraufhin ein 15-jähriges Mädchen als Geisel. Weil das Fluchtfahrzeug aussetzte, konnten die Polizisten die Täter jedoch stellen.
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Hamburg/Schwerin – Die brutale Tat erschüttert Mecklenburg-Vorpommern: Gegen 22 Uhr drangen die zwei jungen Männer gewaltsam in die Wohnung der Familie im westmecklenburgischen Tessin ein. Als die Einbrecher von den Eltern überrascht wurden, stachen sie den 46 Jahre alten Mann und seine 41-jährige Frau nieder.

Der 16-jährige Sohn konnte sich unbemerkt in seinem Zimmer verbarrikadieren und die Polizei alarmieren. Auf der Flucht nahmen die beiden 17 Jahre alten Tatverdächtigen ein 15-jähriges Mädchen, das sich ebenfalls im Haus aufhielt, als Geisel und wollten mit dem Auto der Getöteten entkommen.

Die inzwischen eingetroffene Polizei hatte das Haus bereits umstellt, weshalb die Tatverdächtigen das geschlossene Garagentor durchbrachen. Nach einer Verfolgungsjagd seien die beiden Männer durch einen Koppelzaun gebrochen und der Motor des Wagens hätte ausgesetzt, erklärte Oberstaatsanwalt Hans-Christian Prick.

Geisel unverletzt

Die Männer hätten die Polizisten daraufhin mit Messern bedroht, nach kurzer Verhandlung jedoch aufgegeben und sich festnehmen lassen. Nach Polizeiangaben blieb die Geisel unverletzt. Die beiden Tatverdächtigen wurden noch in der Nacht nach Schwerin gebracht und verhört.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Im Laufe des Vormittags sollen weitere Einzelheiten des Verbrechens veröffentlicht werden. Insbesondere das Motiv für die Bluttat ist noch unklar.

jkr/dpa/Reuters/AP/ddp