"Breaking Bad": Auf Walter Whites Spuren
Synthetisches Marihuana "Breaking Bad"-Fan wegen Drogenhandels verhaftet
Fort Myers - Die US-Erfolgsserie um den Chemie-Lehrer Walter White, der mit einem ehemaligen Schüler die Droge Chrystal Meth herstellt, hatte es ihm angetan. Ein 28 Jahre alter Mann aus Florida war so begeistert von "Breaking Bad", dass er sich sogar an einem Gewinnspiel der Serie beteiligte - und gewann: Er durfte die letzte Folge zusammen mit den Schauspielern sehen. Nun wurde der Mann verhaftet: Er soll im großen Stil mit Drogen gehandelt haben.
Er habe synthetisch hergestelltes Marihuana, das auch als "Spice" bezeichnet wird, von seinem Zuhause aus per Post verschickt, hieß es von den Behörden. Der Serienfan soll zwei Komplizen gehabt haben.
Bei einer Durchsuchung stellten die Ermittler mehr als 300 Kilogramm der Droge, einzeln verpackt in 79.000 Päckchen, sowie mehr als eine Million US-Dollar sicher. Zudem konfiszierten sie einen Arbeitsanzug, der vor gefährlichen Materialien schützt, und von den Schauspielern signiert worden war. Dieser soll so ähnlich ausgesehen haben, wie ein Anzug, den Protagonist Walter White in der Serie getragen hat. Die Männer hätten die Drogen mit Hilfe eines Zementmischers hergestellt, hieß es von der Polizei.
Wie die "New York Daily News" mitteilen, war der Mann noch im September von Serienstar Aaron Paul, der in der Serie den ehemaligen Schüler Jesse Pinkman spielt, auf dem Flughafen von Los Angeles begrüßt worden. Anschließend durfte er an der Party zum Finale der Serie teilnehmen. Den "Naples News" sagte der Fan damals, er sei sprachlos. "Wenn man anfängt die Serie zu schauen, kann man nicht mehr aufhören." Die Serie mache süchtig.