Bundespolizei: Elf Dienstwaffen gestohlen oder verloren gemeldet - DER SPIEGEL
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Inklusive Munition Elf Dienstwaffen der Bundespolizei gestohlen oder verloren

Bei der Bundespolizei kommen immer wieder Waffen abhanden. Laut einem Medienbericht sind derzeit elf Dienstpistolen unauffindbar. Besonders heikel: Auch Munition ist verschwunden.
Beamte der Bundespolizei (Archivbild): Immer wieder gehen Waffen verloren
Beamte der Bundespolizei (Archivbild): Immer wieder gehen Waffen verloren

Beamte der Bundespolizei (Archivbild): Immer wieder gehen Waffen verloren

Foto: Matthias Balk/ DPA
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Auf kaum ein Arbeitsgerät achtet ein Mitglied der Bundespolizei so genau wie auf die Dienstwaffe - sollte man meinen. Das scheint allerdings so nicht immer zuzutreffen. Elf Dienstwaffen der Bundespolizei sind nach einem Medienbericht derzeit als gestohlen oder verloren verzeichnet.

Das geht laut "Neuer Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.

"Gegenwärtig sind zehn Dienstwaffen der Bundespolizei (mit der dazugehörigen dienstlichen Munition 9 x 19 mm) als gestohlen registriert", zitiert die Zeitung aus der Antwort. Dabei handele es sich um Pistolen. Eine weitere Dienstwaffe sei vor der Übergabe an die Bundespolizei beim Hersteller verschwunden.

"Jede gestohlene oder verlorene Polizeiwaffe ist eine zu viel. Schon eine Waffe kann erheblichen Schaden anrichten, zumal wenn sie mit der dazugehörigen Munition abhandenkommt", sagte Konstantin Kuhle, innenpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, der Zeitung.

Ärger für Polizisten in Celle nach Verlust von Maschinenpistole

Vergleichbare Fälle kommen immer wieder vor: Anfang August war bekannt geworden, dass seit März im niedersächsischen Celle eine Dienstwaffe der Polizei vermisst wird. Dabei handelt es sich um eine Maschinenpistole vom Typ MP5 des Herstellers Heckler & Koch.

Nach dem Verschwinden der Maschinenpistole wurden laut einem Medienbericht Disziplinarverfahren gegen acht Beamte eingeleitet worden. Das hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf das Innenministerium in Hannover berichtet. Der Ausgang der internen dienstrechtlichen Ermittlungen sei allerdings noch offen, hieß es.

Trotz umfangreicher Suche im gesamten Bereich der Polizeidirektion Lüneburg war es nicht gelungen, die Waffe wiederzufinden. Für Kritik der Opposition im niedersächsischen Landtag sorgte, dass der Verlust intern offenbar erst mit Verzögerung an höhere Dienststellen gemeldet worden war.

jok/dpa