Charleston: Attentäter wird Hassverbrechen vorgeworfen - DER SPIEGEL
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Attentat in Charleston Anklage wegen rassistischen Hassverbrechens erhoben

Der Bundesstaat South Carolina hat den mutmaßlichen Attentäter von Charleston bereits wegen neunfachen Mordes anklagt. Jetzt hat ein US-Bundesgericht zusätzlich Anklage wegen eines rassistischen Hassverbrechens erhoben.
Angeklagter R.: Prozess ab Juli 2016
Angeklagter R.: Prozess ab Juli 2016

Angeklagter R.: Prozess ab Juli 2016

Foto: Randall Hill / REUTERS
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Gegen den mutmaßlichen Attentäter von Charleston, Dylann R., ist von der US-Bundesjustiz Anklage wegen eines rassistischen Hassverbrechens erhoben worden. Justizministerin Loretta Lynch verkündete die 33 Punkte umfassende Anklage. "Rassistisch motivierte Gewalt wie diese ist der ursprüngliche inländische Terrorismus", sagte Lynch. Noch sei keine Entscheidung gefallen, ob die Bundesjustiz die Todesstrafe für den 21-Jährigen anstrebe.

R. wird vorgeworfen, Mitte Juni während einer Bibelstunde in einer afroamerikanischen Kirche in Charleston neun Schwarze erschossen zu haben. In einem im Internet verbreiteten Manifest machte der 21-jährige Weiße rassistische Äußerungen. R. wird vorgeworfen, die afroamerikanischen Gläubigen in dem Gotteshaus in Charleston gezielt wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit und auch gezielt während der Ausübung ihres Glaubens attackiert zu haben.

Die Justiz im Bundesstaat South Carolina klagte den jungen Mann bereits wegen neunfachen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und dem Einsatz einer Waffe für ein Gewaltverbrechen an. South Carolina kann keine Anklage wegen rassistischer Hassverbrechen erheben.

kbl/AFP