China Geheimnis um abgehackte Schädel gelüftet
Peking - Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua heute berichtet, seien die Köpfe aus namenlosen Gräbern geraubt worden, um aus den Schädeldecken rituelle tibetische Schalen und Trommeln zu fertigen.
Ein Hirte hatte die in Plastiktüten eingewickelten Schädel Ende März in einer entlegenen Schlucht in der tibetischen Bergregion von Tianzhu in der Provinz Gansu entdeckt. Die Totenköpfe waren älteren und jüngeren Datums, die Schädeldecken allerdings frisch abgesägt worden.
Ein Bauer aus der Nachbarprovinz Qinghai habe die Schädel gestohlen und an zwei Männer in Gansu weiterverkauft, um tibetisches Kunsthandwerk zu fertigten, berichtete Xinhua. Aus Schädeldecken fertigen Tibeter traditionell Gefäße oder Trommeln für Riten des tibetischen Buddhismus. Diese kunsthandwerklichen Produkte werden zum Teil auch als Souvenirs verkauft.
ala/dpa