Chronik Das Autobahn-Drama von Oldenburg
Der tödliche Holzklotz-Wurf von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg am Ostersonntag schockierte die deutsche Öffentlichkeit. Ein Rückblick.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
- 23. März 2008: Gegen 20 Uhr wird ein sechs Kilo schwerer Holzklotz von einer Brücke im Norden der niedersächsischen Stadt Oldenburg auf die A29 geworfen. Er durchschlägt die Windschutzscheibe eines Wagens und verletzt die 33 Jahre alte Olga K. auf dem Beifahrersitz tödlich - vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden sieben und neun Jahre alten Kinder.
- 24. März: Die Polizei richtet die Sonderkommission "Brücke" ein und ermittelt wegen Mordes.
- 25. März: Autofahrer wollen kurz vor dem Verbrechen eine Personengruppe auf der Brücke gesehen haben. Die Belohnung wird auf 6000 Euro verdoppelt. Die Polizei vernimmt Zeugen, die bei Osterfeuern in der Nähe des Tatorts waren.
- 27. März: Das Opfer wird im westfälischen Telgte beigesetzt.
- 1. April: Die Polizei sucht mit Fahndungsplakaten nach einer Gruppe von vier bis fünf Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich vor der Tat auf der Brücke aufgehalten haben sollen.
- 2. April: Die Bevölkerung wird in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" um Mithilfe gebeten. Mehr als 200 Hinweise gehen ein.
- 3. April: Die Polizei schließt einen Massen-Gentest nicht aus.
- 11. April: Die Generalstaatsanwaltschaft kritisiert die Pressearbeit der Polizei. Sie sei überzogen und "schädlich für einen Ermittlungserfolg".
- 21. Mai: Die Polizei ermittelt einen Tatverdächtigen.
pad/AP