Chronologie Räuber, Amokläufer, Todesengel
Februar 2007: In einem China-Restaurant im niedersächsischen Sittensen werden das Betreiber-Ehepaar und fünf Angestellte erschossen. Nur die knapp zwei Jahre alte Tochter der Inhaber überlebt die Bluttat. Am 22. August beginnt gegen fünf tatverdächtige Vietnamesen der Prozess.
2000 bis 2006: Ein Unbekannter erschießt zwischen München und Rostock neun Kleinunternehmer. Die meisten Opfer sind türkischer Herkunft und Besitzer von Döner-Buden.
2003 bis 2005: Eine Altenpflegerin tötet in Wachtberg bei Bonn neun Frauen. In den meisten Fällen erstickt sie die teils weit über 80- Jährigen mit Kissen. Die Täterin wird 2006 zu lebenslanger Haft verurteilt.
2003 bis 2004: Weil er angeblich ihr Leid nicht mehr ertragen konnte, spritzt ein Krankenpfleger in Sonthofen (Allgäu) 28 meist hoch betagte Patienten zu Tode. Urteil für den "Todespfleger" im November 2006: Lebenslänglich bei Feststellung einer besonderen Schwere der Schuld.
2003 bis 2004: Drei Mitglieder einer Drogenbande töten in Herne, Düren und Rotterdam (Niederlande) sieben Menschen. Unter den Opfern waren Männer aus dem Rauschgiftmilieu und ein Immobilienmakler aus Düsseldorf. Ein Gericht in Bochum schickt die Mörder lebenslang hinter Gitter.
April 2002: Ein ehemaliger Schüler erschießt im Johann-Gutenberg-Gymnasium in Erfurt 16 Menschen, darunter zwölf Lehrer und zwei Schüler. Anschließend bringt sich der 19 Jahre alte Amokläufer um.
Dezember 2000: Bei einer Ramadan-Feier in Salzgitter tötet ein gebürtiger Kurde sechs Familienmitglieder mit Kopfschüssen. Danach stellt er sich der Polizei. Der Mann, der auf "Befehl eines Geistes" gemordet haben will, wird zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
ffr/dpa