Das Kampusch-Interview in Auszügen: "Das ewige Geräusch des Ventilators" - DER SPIEGEL
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Das Kampusch-Interview in Auszügen "Das ewige Geräusch des Ventilators"

Im Österreichischen Rundfunk hat sich Entführungsopfer Natascha Kampusch erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Der Sender dokumentierte das Interview im Wortlaut, SPIEGEL ONLINE präsentiert die wichtigsten Passagen in Auszügen.
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Über Ausflüge in den Baumarkt

"Er war sehr vorsichtig. Ist kaum von meiner Seite gewichen. Hat jedes Mal panikartige Zustände bekommen, wenn ich auch nur drei Zentimeter von ihm entfernt gestanden bin. Er wollte immer, dass ich vor ihm gehe und nie hinter ihm. Damit er mich immer im Auge behalten kann. (...)

Und ich konnte mich keiner Menschenseele anvertrauen. Weil er drohte mir immer damit, dass er ... dass er den Menschen etwas antun würde, wenn ich etwas sage. Dass er sie umbrächte. Jeden Mitwisser sozusagen beseitigen würde. Und das konnte ich nicht riskieren. (...)

Es gab auch viele Menschen, denen ich versucht habe, Zeichen zu geben. (...) Diese netten Verkäufer im Baumarkt zum Beispiel. Die einen dann so fragen: Kann ich Ihnen vielleicht helfen? Und ich steh' da so panikartig und verklemmt und mit Herzklopfen und Kreislaufproblemen dort. Und kann mich kaum rühren. Und ich muss dann so hilflos zuschauen, wie der den Verkäufer abwimmelt. Und hab' gerade noch die Möglichkeit, den Verkäufer anzulächeln, weil er so freundlich ist. Ich meine, der weiß das ja nicht."