"Döner-Morde" Polizei weitet Ermittlungen aus
Rostock - Tatorte der sogenannten "Döner-Mordserie" waren von 2000 bis April 2006 neben Rostock auch Nürnberg, München, Hamburg, Dortmund und Kassel. Die Polizei geht von einem Serienmörder aus, der seine Opfer möglicherweise zufällig nach einem bestimmten Muster auswählt. Für Hinweise, die zur Aufklärung der gesamten Mordserie führen, ist eine Belohnung von bis zu 300.000 Euro ausgesetzt.
Am 25. Februar 2004 war in der Hansestadt ein Türke in einem Döner-Imbiss durch drei Kopfschüsse getötet worden. Ermittlungen haben laut Polizei ergeben, dass das Mordopfer ab Mai 2003 für einige Wochen im schleswig-holsteinischen Wahlstedt in einem Imbiss gearbeitet hat. Auch soll der Mann sich in Bad Segeberg aufgehalten haben.
Darum hat die Polizei Handzettel in allen öffentlichen Gebäuden in Bad Segeberg und Wahlstedt mit einem Fragenkatalog und einem Bild des Opfers ausgelegt. Die Polizei veröffentlichte zudem ein Phantombild von einem Mann, der möglicherweise ein wichtiger Zeuge sein könnte. Eine Frau hatte ihn in Tatortnähe in Rostock gesehen.
jdl/AP