Dresden Mädchen wurde wochenlang von Sextäter gequält
Dresden - Stephanie befand sich in der Gewalt eines vorbestraften Sexualstraftäters. Der 35-Jährige habe in der Zeit massive sexuelle Übergriffe verübt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Ein 31-jähriger Dresdner hatte am Mittag in der Nähe eines Altpapiercontainers einen Zettel mit einem Hilferuf des Mädchens gefunden. Auf dem Blatt sei die Adresse des Entführers vermerkt gewesen. In der Botschaft bat Stephanie darum, dass der Finder des Zettels sofort die Polizei benachrichtigen sollte.
Sieben Beamte fuhren daraufhin zu der auf dem Zettel angegebenen Adresse im Stadtteil Striesen und ließen die betreffende Wohnung in einem Mehrfamilienhaus von einem Schlüsseldienst öffnen. Dort fand die Polizei die Gymnasiastin. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut. Der Mann sei festgenommen, aber noch nicht vernommen worden. Der mutmaßliche Täter habe vor einigen Jahren bereits eine Haftstrafe wegen eines Sexualvergehens abgesessen.
Der Tatort und der Wohnort des Kindes liegen lediglich einen Kilometer auseinander. Noch am Morgen hatten rund 300 Menschen mit einem Schweigemarsch auf das Schicksal von Stephanie aufmerksam gemacht.
Die Sonderkommission "Stephanie" war wochenlang erfolglos Hinweisen nachgegangen. Noch am Morgen hatte die Polizei keine Spur von dem Mädchen. Die Schülerin war am Morgen des 11. Januar zur Schule aufgebrochen, dort jedoch nicht angekommen. Die Beamten hatten mit Hunden und Hubschraubern nach dem Mädchen gesucht.
Nach wie vor ungeklärt ist dagegen weiter das Verbrechen an zwei Kindern im Dresdner Stadtteil Hellerau. Ein Mann hatte dort zwei Mädchen im Alter von neun und elf Jahren vergewaltigt. Der mutmaßliche Sexualstraftäter beging seine Taten Anfang Januar und im September vergangenen Jahres. Mit diesen Verbrechen steht der 35-Jährige laut Staatsanwaltschaft nicht in Verbindung.
dab/ddp/AP