Drogen im Domsafe: Kirche feuert verhafteten Küster - DER SPIEGEL
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Drogen im Domsafe Kirche feuert verhafteten Küster

Erwischt beim Drogendeal, gefeuert von Arbeitgeber: Dem ehemaligen Küster des Halberstädter Doms, der wegen Drogenhandels verhafteten wurde, ist fristlos gekündigt worden. Der Zugang zur Kirche ist ihm ebenfalls auf weiteres verwehrt.
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Halberstadt - Das Hausverbot gilt für den Dom St. Stephanus und alle anderen Gebäude des Kirchspiels Halberstadt, wie der Gemeindekirchenrat des Kirchspiels Halberstadt heute nach einem entsprechenden Beschluss vom Vorabend mitteilte. Der 47-jährige Küster war am 6. Juni von der Polizei festgenommen worden.

Inzwischen hat das Amtsgericht Magdeburg Haftbefehl erlassen wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen. Der Kirchendiener soll in großem Stil mit Heroin, Kokain und Marihuana gedealt haben. Den Dom St. Stephanus nutzte er als Zwischenlager für die Drogen. Bei einer Durchsuchung der Kirche fand die Polizei 27 Gramm Heroin im Wandsafe des Heizungsraumes.

Die Festnahme des Küsters erfolgte in Zusammenhang mit der Zerschlagung eines Drogenhändlerringes, dem die Ermittler bereits seit Januar auf der Spur waren. Bei seiner Festnahme in Magdeburg wurden bei ihm zudem drei Kilogramm Marihuana mit einem Schwarzmarktwert von 21.000 Euro sichergestellt, die er zuvor einem niederländischen Lastkraftwagenfahrer abgekauft hatte.

Mit seinem Verhalten habe der Domküster das Ansehen der Kirche schwerwiegend geschädigt, beklagte Harald Kunze, geschäftsführender Pfarrer des kirchlichen Leitungsgremiums. Über das Hausverbot werde der Gemeindekirchenrat nach Abschluss des gerichtlichen Verfahrens erneut beraten. Der Mann, der insgesamt 18 Jahre beim Kirchspiel Halberstadt beschäftigt war, soll später auch wieder an Gottesdiensten teilnehmen können, erklärte Christoph Hackbeil, Superintendent des Kirchenkreises Halberstadt.

jdl/ffr/AP