Drogenhandel: Haftstrafe für ehemaligen Domküster - DER SPIEGEL
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Drogenhandel Haftstrafe für ehemaligen Domküster

Er hatte im großen Stil mit Drogen gedealt und sie in einem Gotteshaus versteckt: Der ehemalige Küster des Halberstädter Doms muss wegen Drogenhandels viereinhalb Jahre in Haft.
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Magdeburg - Das Landgericht Magdeburg sah es als erwiesen an, dass der 47-Jährige von Dezember 2006 bis Juni 2007 mit Rauschgift handelte. Der Mann hatte im Prozess zahlreiche Drogenstraftaten zugegeben. Daraufhin hatte das Landgericht nach Absprache mit Staatsanwaltschaft und Verteidigung einige Anklagepunkte gestrichen.

Der Kirchendiener soll in großem Stil mit Heroin, Kokain und Marihuana gedealt haben. Den Dom St. Stephanus nutzte er als Zwischenlager für die Drogen. Bei einer Durchsuchung der Kirche fand die Polizei 27 Gramm Heroin im Wandsafe des Heizungsraumes.

Festgenommen wurde Thomas L. in Zusammenhang mit der Zerschlagung eines Drogenhändlerringes, dem die Ermittler bereits seit Januar auf der Spur waren. Bei seiner Festnahme in Magdeburg wurden bei ihm zudem drei Kilogramm Marihuana mit einem Schwarzmarktwert von 21.000 Euro sichergestellt, die er zuvor einem niederländischen Lastkraftwagenfahrer abgekauft hatte.

Mit seinem Verhalten habe der Domküster das Ansehen der Kirche schwerwiegend geschädigt, beklagte Harald Kunze, geschäftsführender Pfarrer des kirchlichen Leitungsgremiums.

jjc/dpa