Dutroux im Oktober erneut vor Gericht - DER SPIEGEL
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Belgischer Kindermörder Dutroux im Herbst erneut vor Gericht

Der zu lebenslanger Haft verurteilte belgische Kindermörder Marc Dutroux will raus aus dem Gefängnis und stattdessen in Hausarrest. Dafür kämpft er vor Gericht. Eine Anhörung musste nun aber verschoben werden - weil wichtige Papiere fehlen.
Kämpft um seine Freilassung: Marc Dutroux im Februar vor Gericht in Brüssel.
Kämpft um seine Freilassung: Marc Dutroux im Februar vor Gericht in Brüssel.

Kämpft um seine Freilassung: Marc Dutroux im Februar vor Gericht in Brüssel.

Foto: FRANCOIS LENOIR/ REUTERS
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Brüssel - Er hat sechs Mädchen und junge Frauen entführt, gefoltert und vergewaltigt, vier von ihnen starben. Neun Jahre, nachdem er dafür zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, will Marc Dutroux wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Darum sollte es am Montag bei einer Anhörung vor Gericht gehen. Die platzte jedoch und wurde auf den 7. Oktober verschoben, berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Grund für die Verzögerung: Dutroux muss einen genauen Plan zur Resozialisierung vorlegen, damit das Gericht in Brüssel darüber entscheiden kann. Da die Unterlagen allerdings noch nicht vollständig sind, hat sein Anwalt die Verschiebung beantragt, erklärte der Gerichtspräsident. Wäre der Antrag wegen fehlender Dokumente zurückgewiesen worden, hätte er erst nach einer Frist von bis zu 18 Monaten wieder gestellt werden können.

Dutroux war im Februar bereits vor der Haftprüfungskammer gescheitert. Seine Komplizin und damalige Frau Michelle Martin durfte das Gefängnis hingegen im vergangenen Sommer verlassen. Sie lebt inzwischen in relativer Freiheit in einem Kloster im südbelgischen Örtchen Malonne.

vks/dpa