Entscheidung: Lennon-Mörder bleibt hinter Gittern - DER SPIEGEL
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Entscheidung Lennon-Mörder bleibt hinter Gittern

Keine vorzeitige Entlassung für Marc Chapman: Bereits zum fünften Mal hat ein Haftprüfungsausschuss die Freilassung des verurteilten Mörders von John Lennon abgelehnt. Eine Entlassung würde der Schwere des Verbrechens nicht gerecht, hieß es.
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New York - Der Mord an Lennon sei ein "schreckliches und tragisches Ereignis" gewesen, das viele Menschen betroffen gemacht habe, hieß es in einer Erklärung des Haftprüfungsausschusses in New York. Eine Freilassung des 53-jährigen Marc Chapman sei nicht mit dem Gemeinwohl vereinbar.

Chapman hatte den ehemaligen Beatles-Sänger am 8. Dezember 1980 vor dessen Wohnhaus in New York mit fünf Schüssen in den Rücken getötet. Er wurde im August 1981 zu lebenslanger Haft verurteilt und verbüßt seine Strafe im Hochsicherheitsgefängnis von Attica im Norden des US-Bundesstaates New York.

Zwar hatte Chapman 1990 Reue bekundet, seine Anträge auf Haftentlassung wurden jedoch zurückgewiesen. Beim ersten Antrag im Jahr 2000 urteilte der Ausschuss, der Häftling werde bis heute von dem Drang nach "Ruhm und Bekanntheit" getrieben, der ihn zum Mörder gemacht hatte. Auch 2002, 2004 und 2006 lehnte das Gremium eine Bewährung für Chapman ab.

Lennons Witwe Yoko Ono hat sich wiederholt gegen eine Haftentlassung ausgesprochen und gefordert, dass Chapman bis zum Ende seines Lebens hinter Gittern bleiben müsse. Jetzt muss Chapman bis zum Jahr 2010 warten und kann dann einen weiteren Antrag stellen.

ala/AFP