Ermittlungen: Kidnapper Devlin unter neuem Verdacht - DER SPIEGEL
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Ermittlungen Kidnapper Devlin unter neuem Verdacht

Weitere Vorwürfe gegen Entführer Michael Devlin: Der Mann ist möglicherweise auch für das Verschwinden eines Jungen 1991 und eines Mädchens 2005 verantwortlich. Im Fall eines tagelang verschwundenen 13-Jährigen plädierte er allerdings vor Gericht auf nicht schuldig.
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Washington - Eine Woche nach der Festnahme des Amerikaners Michael Devlin wegen Entführung von zwei Jungen hält es die Polizei für möglich, dass der 41-Jährige weitere Kinder gekidnappt hat. In Devlins Wohnung in St. Louis, Missouri waren am vergangenen Freitag zwei vermisste Jungen entdeckt worden. Einer von ihnen, der heute 15-jährige Shawn Hornbeck, war vor viereinhalb Jahren verschwunden. Er wurde zufällig bei der Suche nach dem 13-jährigen Ben Ownby gefunden, der am 8. Januar nach der Schule nicht nach Hause zurückgekehrt war.

Bei den neuen Ermittlungen geht es um das Verschwinden des damals elfjährigen Arlin Henderson und der seinerzeit 13-jährigen Bianca Noel Piper. Hier prüft die Polizei, ob Devlin sich als Tarnung nach dem Verschwinden des Mädchens 2005 sogar selbst an der Suche nach der Vermissten beteiligt hat.

Im Fall Ownby fand heute vor einem Gericht in der Stadt Union die offizielle Anklageverlesung statt. Devlin wurde aus einem nahe gelegenen Bezirksgefängnis per Video zugeschaltet: Dem Sender CNN zufolge besteht in der Bevölkerung die Befürchtung, dass er auf dem Weg zum Gerichtsgebäude flüchten könnte. Deswegen verzichteten die Behörden auf sein direktes Erscheinen. In der kurzen Prozedur plädierte Devlin auf "nicht schuldig". Gestern war er - in einem anderen Bezirk - auch im Fall Hornbeck angeklagt worden: wegen bewaffneten Kidnappings, weil er den Jungen mit einer Schusswaffe bedroht hatte, um ihn in seine Gewalt zu bringen.

kai/ffr/dpa