Erpressungsplan: Mann vergiftete eigene Kinder - DER SPIEGEL
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Erpressungsplan Mann vergiftete eigene Kinder

Um den bekannten US-Suppenhersteller Campbell zu erpressen, hat ein Amerikaner seine eigenen Kinder vergiftet. Dem Hersteller erzählte der 40-Jährige, dass den Kleinen beim Verzehr schlecht geworden sei. Dem Mann drohen bis zu 75 Jahre Haft.
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Miami - "Nein, meine Suppe ess' ich nicht!". An dieses ansonsten verpönte Motto des Suppenkaspers hätten sich die beiden Kinder von William Allen Cunningham, 40, halten sollen, wären sie nur alt genug gewesen, um schon lesen zu können. Die 18 Monate alte Tochter und der dreijährige Sohn wurden im vergangenen Januar von ihrem Vater systematisch vergiftet.

Cunningham steht derzeit in Miami vor Gericht. Verhandelt wird ein Erpressungsversuch, der an Perfidie kaum zu überbieten ist. Um den weltbekannten Suppenfabrikanten Campbell zu erpressen, verabreichte der Vater seinen Kleinkindern mehrmals Suppenprodukte von Campbell, die er laut Staatsanwaltschaft zum Teil mit verschreibungspflichtigen Anit-Depressiva Prozac and Amitriptyline versetzt hatte. Die Kinder hätten jedes Mal ins Krankenhaus gebracht werden müssen; seine kleine Tochter sei nach dem Antidepressivum mit dem Rettungshubschrauber zur Notaufnahme gebracht worden.

Cunningham wurde am vergangenen Donnerstag verhaftet. Wie Staatsanwalt David Nahmias sagte, habe er die Vorwürfe in seiner Aussage bei der Polizei bestätigt. Den Angaben zufolge habe er vorgehabt, den Suppenhersteller mit der Begründung zu verklagen, dass seinen Kindern von der Suppe schlecht geworden sei. Er habe die Firma angerufen und angekündigt, dass er sie verklagen werde. Die Kinder bleiben im Gewahrsam ihrer Mutter, gegen die keine Anklage erhoben wurde.

Falls Cunningham bei Gericht für schuldig befunden wird, könnte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Gefängnisstrafe von bis zu 75 Jahren bekommen.

bor/AFP

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