Feuer an zwei Orten parallel Rund 30 Verletzte bei Bränden in Essen – eine Festnahme
Feuerwehr-Einsatz in Essen am 28. September
Foto: Markus Gayk / dpaIn Essen sind bei mehreren Bränden rund 30 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch Kinder, sagte ein Polizeisprecher. Die Einsatzkräfte waren am Abend an drei Orten parallel im Einsatz, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Tatverdächtiger sei festgenommen worden. Zum Hintergrund könne man noch nichts sagen. Nach Angaben der Feuerwehr schweben zwei Kinder in Lebensgefahr. Die Feuerwehr sprach von insgesamt 31 Verletzten, die Polizei zählte 29.
Mutmaßliche Brandstiftung wird geprüft
Die Brände brachen demnach kurz nacheinander in zwei Häusern in den Stadtteilen Altenessen und Stoppenberg aus. Ob die Brände miteinander im Zusammenhang stehen könnten, werde geprüft. Bei allen drei Feuern habe es eine enorme Rauchentwicklung gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Nachrichtenagentur dpa. In einem Wohnhaus brach das Feuer im Treppenhaus aus. Der Fluchtweg blieb daher für die Hausbewohner versperrt.
Die Einsatzkräfte mussten die Menschen über Leitern retten, nachdem die Anwohner über die Fenster auf sich aufmerksam gemacht hatten. Zwei Kinder schweben den Angaben zufolge in Lebensgefahr. Ein weiteres Kind und zwei Erwachsene wurden schwer verletzt, sieben Menschen leicht. Bei einem weiteren Brand in einem Wohngebäude in der Stadt wurden elf Menschen verletzt, acht weitere zogen sich leichte Verletzungen zu.
Mutmaßlicher Täter fuhr mit Lieferwagen in zwei Läden
Es bestehe der Verdacht, dass der Tatverdächtige auch noch mit einem Lieferwagen in zwei Geschäfte gefahren sei. Dabei sei nach derzeitigem Stand niemand verletzt worden. In der Nähe dieser beiden Läden sei der Mann festgenommen worden.
Zu Berichten, wonach der Mann auch jemanden mit einem Messer und einer Machete bedroht habe, wollte der Sprecher nichts sagen. In dem Zusammenhang würden derzeit noch Videos aus den sozialen Netzwerken ausgewertet. »Die werden aktuell gesichtet und geprüft, inwiefern die mit der Tat zusammenhängen, inwiefern das der Tatverdächtige ist und was genau die Hintergründe sind«, sagte der Polizeisprecher.
Anmerkung der Redaktion: Diese Meldung wurde nach der Erstveröffentlichung aktualisiert und ergänzt.
Korrekturhinweis: In einer früheren Version der Geschichte haben wir über drei Orte berichtet, an denen Brände ausgebrochen seien. Tatsächlich handelt es sich um zwei Brandorte. Wir haben die entsprechende Passage angepasst.