Dresden: Angeklagter im Fall Anneli gesteht Beteiligung - DER SPIEGEL
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Prozessauftakt im Fall Anneli Angeklagter gesteht Beteiligung

Die 17-jährige Anneli aus Sachsen wurde entführt und umgebracht. Nun hat der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter begonnen. Einer der Angeklagten gestand eine Beteiligung an der Tat.
Prozessauftakt in Dresden
Prozessauftakt in Dresden

Prozessauftakt in Dresden

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa
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Einer der mutmaßlichen Entführer der getöteten 17-jährigen Anneli-Marie hat die Tat laut Anklage lange geplant. Markus B. habe seine finanzielle Situation mit Erpressung aufbessern wollen, sagte Oberstaatsanwältin Karin Dietze zum Prozessauftakt am Dresdner Landgericht. Die Anklage beschuldigte den 40-Jährigen, die Schülerin im August 2015 entführt und getötet zu haben. Dem Komplizen Norbert K. wirft die Anklage erpresserischen Menschenraub mit Todesfolge vor.

Der 62-jährige K. räumte über seinen Anwalt ein, durch das Fahren des Tatfahrzeugs Beihilfe zum erpresserischen Menschenraub geleistet zu haben. Von den Plänen zur Tötung der Schülerin habe er nichts gewusst. Der mutmaßliche Haupttäter Markus B. äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.

Die Männer sollen die Jugendliche am Abend des 13. August 2015 im sächsischen Klipphausen verschleppt und vom Vater 1,2 Millionen Euro Lösegeld gefordert haben. Eine Übergabe kam jedoch nicht zustande.

In einer öffentlichen Erklärung flehte die Familie des Mädchens die Täter an, Anneli freizulassen. Doch B., ein gelernter Koch mit Geldsorgen, soll die Jugendliche zwei Tage nach ihrer Verschleppung erdrosselt haben - "zur Verdeckung einer anderen Straftat", wie die Staatsanwältin sagte. Bereits Wochen zuvor habe er die Familie ausgekundschaftet und dann den Freund als Komplizen gewonnen, so Dietze.

Für den Prozess sind Verhandlungstage bis in den August anberaumt. Die Eltern und die ältere Schwester von Anneli-Marie kamen als Nebenkläger ins Gericht. Die Strafkammer wollte die Angehörigen als erste von insgesamt 21 Zeugen befragen.

apr/hut/AFP/dpa