Fall Jennifer: Fataler Fehler bei Einschulung - DER SPIEGEL
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Fall Jennifer Fataler Fehler bei Einschulung

Vielleicht hätte das Leiden der jahrelang versteckten 13-jährigen Jennifer viel eher aufgedeckt oder gar verhindert werden können. Wie jetzt bekannt wird, kam die Direktorin einer Grundschule ihren Meldepflichten nicht nach.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lübbenow/Potsdam - Jennifers Eltern hatten der Pädagogin vor der beabsichtigten Einschulung ihrer Tochter erklärt, sie suchten nun einen Platz in einer privaten Förderschule. Das teilte das Bildungsministerium in Potsdam mit. Die Direktorin habe ihnen geglaubt und das Schulamt nicht informiert.

Damals sollen Jennifers Eltern einen Ablehnungsbescheid einer Schule in Templin vorgelegt haben, sagte eine Ministeriumssprecherin. Sie hätten angekündigt, sich deshalb um eine geeignete Schule in Mecklenburg-Vorpommern zu kümmern.

Die Schulleiterin ging offenbar aufgrund des Ablehnungsbescheids davon aus, dass schon ein förderdiagnostisches Verfahren für Jennifer eingeleitet wurde und das Schulamt informiert war. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft, ob der Bescheid von den Eltern gefälscht wurde.

sdo/ddp

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