Fall Lea-Sofie: Mutter und Stiefvater verurteilt - DER SPIEGEL
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Getötete Zweijährige Mutter und Stiefvater von Lea-Sofie müssen hinter Gitter

Der Stiefvater und die Mutter der getöteten Lea-Sofie sind zu jahrelangen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Das Gericht sprach sie wegen Totschlags und Totschlags durch Unterlassen schuldig. Niedrige Beweggründe konnten dem 23-Jährigen nicht nachgewiesen werden.
Mordfall Lea-Sofie: Angeklagter vor dem Landgericht
Mordfall Lea-Sofie: Angeklagter vor dem Landgericht

Mordfall Lea-Sofie: Angeklagter vor dem Landgericht

Foto: Oliver Berg/ dpa
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Köln - Vermutlich drei Tage lang rang die zweijährige Lea-Sofie mit dem Tod - dann starb sie, ohne dass ihre Eltern auch nur versuchten, ihr zu helfen. Das Landgericht Köln hat den Stiefvater des Kindes nun zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Die 20-jährige Mutter erhielt wegen Totschlags durch Unterlassen eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Sie wurde nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Dem geständigen 23-Jährigen seien trotz seines brutalen Vorgehens keine niedrigen Beweggründe nachzuweisen, entschied das Gericht. Auch wenn die Schwere seiner Schuld außer Frage stehe, werde er nicht wegen Mordes verurteilt. Er habe das Kleinkind ruhigstellen wollen, die Situation sei eskaliert. Der Mann habe die Nerven verloren und Lea-Sofie so schwer misshandelt, dass sie an massiven Kopfverletzungen starb.

Das Paar aus Köln-Chorweiler hatte Lea-Sofie im Dezember zunächst als vermisst gemeldet. Eine Hundertschaft der Polizei suchte nach dem Kleinkind - und fand die Leiche des Mädchens schließlich auf einer Grünfläche mit Büschen in der Nähe des Fühlinger Sees.

gam/hut/dpa