Ermittlungen in Griechenland: Ein Rätsel namens Maria
Fall Maria in Griechenland Athens Bürgermeister suspendiert Standesbeamte
Athen - Der Fall der kleinen Maria hat in der Athener Stadtverwaltung zu ersten Konsequenzen geführt. Am Montag stellte der Bürgermeister der griechischen Hauptstadt, Giorgos Kaminis, vier leitende Standesbeamte vom Dienst frei.
Maria war in der vergangenen Woche in einem Roma-Lager gefunden worden. Ihre leiblichen Eltern sind nicht bekannt. Einem 39-Jährigen und einer 40-Jährigen, in deren Obhut sich das Mädchen befand, wird Kindesentführung vorgeworfen. Der Fall zeigte große Unregelmäßigkeiten vor allem im Athener Standesamt auf, wo das Kind in diesem Frühjahr unter Vorlage falscher Papiere angemeldet worden war.
Das Paar hatte die Fürsorge für insgesamt 14 Kinder, vier davon konnten die Behörden bisher auffinden und identifizieren. Ob die übrigen zehn überhaupt leben oder nur erfunden wurden, um Sozialleistungen zu kassieren, ist unklar.