Peggy K.: Weitere menschliche Knochen gefunden - keine neuen Hinweise - DER SPIEGEL
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Fall Peggy K. Weitere menschliche Knochen in Thüringen gefunden

Nach 15 Jahren haben Ermittler vermutlich die sterblichen Überreste der 2001 verschwundenen Peggy K. gefunden. Nun wurden in Thüringen weitere menschliche Knochen entdeckt.
Polizeibeamte am Fundort der Kinderleiche
Polizeibeamte am Fundort der Kinderleiche

Polizeibeamte am Fundort der Kinderleiche

Foto: Bodo Schackow/ dpa
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Wenige Tage nach dem Fund eines Kinderskeletts in Ostthüringen sind in einem Wald bei Creuzburg im Wartburgkreis erneut menschliche Knochen gefunden worden. Die am Montag entdeckte skelettierte Leiche habe schon längere Zeit dort gelegen, sagte eine Sprecherin der Polizei Gotha. Identität und Todesursache seien derzeit nicht bekannt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Die Polizei hatte bereits am Montag in dem Waldstück die Suche nach weiteren Hinweisen beendet. Es werde nun geprüft, ob es sich bei dem Toten um einen seit 2015 vermissten älteren Mann aus Creuzburg handelt. Rechtsmediziner wollen in den nächsten Tagen die menschlichen Überreste untersuchen.

Ein Spaziergänger hatte die skelettierte Leiche entdeckt und die Polizei gerufen. Der Fundort liegt etwa 115 Kilometer Luftlinie entfernt von dem Waldstück, in dem am Samstag mutmaßliche Skelettteile der seit 2001 vermissten Peggy gefunden wurden.

Nach dem aufsehenerregenden Fund von Kinderknochen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem damals neunjährigen Mädchen zugeordnet werden können, haben sich bei den Ermittlern bislang keine neuen Zeugen gemeldet. Trotz der umfangreichen Berichterstattung habe sich niemand mit Hinweisen an die Ermittler gewandt, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel.

Zu den laufenden Ermittlungen wollte Potzel sich nicht äußern. "Denn alle möglichen Täter lesen Zeitung, schauen Fernsehen." Die Identifizierung der Skelettteile dauert zudem länger als erwartet. Wegen der langen Liegephase werde die Arbeit der Rechtsmedizin noch einige Zeit in Anspruch nehmen, teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth mit. Mit einem Ergebnis sei frühestens am Mittwoch zu rechnen.

Auch drei Tage nach dem Fund suchen Polizisten das abgesperrte Waldstück weiträumig ab. Beamte der thüringischen Bereitschaftspolizei sowie Kriminalbeamte aus Thüringen seien am Dienstag mit Experten der Soko Peggy aus Bayern unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

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Der Fall Peggy K.: Eine Neunjährige verschwindet

Foto: DPA/ Polizei

Die Suchmaßnahmen beträfen einen Radius von weit mehr als 100 Metern um die Stelle, an der ein Pilzsammler am Samstag erste Skelettteile entdeckt hatte. Der Sprecher machte keine Angaben dazu, wonach die Einsatzkräfte suchen oder was sie möglicherweise schon gefunden haben.

Ob Peggy am Fundort ihrer mutmaßlichen sterblichen Überreste auch getötet wurde, sei noch unklar, sagte Oberstaatsanwalt Potzel SPIEGEL ONLINE. "Es spricht vieles dafür, dass der Körper nur im Wald vergraben wurde." Welche Gegenstände neben den Skelettresten lagen, wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Ein Pilzsammler hatte am Samstag Skelettteile gefunden, die laut Staatsanwaltschaft Bayreuth und Polizeipräsidium Oberfranken "höchstwahrscheinlich" von der neunjährigen Schülerin stammen.

Die Knochen lagen in einem Waldstück in Thüringen etwa 15 Kilometer vom Heimatort des Mädchens im oberfränkischen Lichtenberg entfernt. Peggy war am 7. Mai 2001 auf dem Heimweg von der Schule verschwunden (lesen Sie hier eine Chronologie des Falls).

Video: Nach Leichenfund neue Ermittlungen im Fall Peggy

SPIEGEL ONLINE
cnn/mxw/dpa