François Hollande begnadigt Jacqueline Sauvage - DER SPIEGEL
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Mord an gewalttätigem Ehemann Hollande begnadigt Jacqueline Sauvage

Mit drei Schüssen tötete Jacqueline Sauvage ihren Ehemann - er hatte sie jahrelang misshandelt. Dafür wurde die Frau zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nun kommt sie auf Anordnung von Frankreichs Präsident Hollande frei.
Jacqueline Sauvage (r.) im Dezember 2015
Jacqueline Sauvage (r.) im Dezember 2015

Jacqueline Sauvage (r.) im Dezember 2015

Foto: Philippe Renaud/ picture alliance / dpa
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Der französische Präsident François Hollande hat die wegen Mordes an ihrem gewalttätigen Ehemann zu zehn Jahren Haft verurteilte Jacqueline Sauvage begnadigt. Sie komme damit sofort frei, teilte der Élysée-Palast mit.

Der Staatschef sei zu dem Schluss gekommen, dass "der Platz von Madame Sauvage heute nicht mehr im Gefängnis, sondern bei ihrer Familie ist", teilte ein Sprecher Hollandes mit.

Sauvage hatte ihren Mann nach 47 Jahren Ehe im September 2012 mit drei Schüssen in den Rücken getötet. Sie und ihre drei Töchter berichteten anschließend, der Mann habe sie jahrelang misshandelt. Einen Tag vor dem Mord hatte sich Sauvages Sohn umgebracht.

Der Fall löste in Frankreich heftige Diskussionen aus, Sauvage wurde zu einem Symbol für Opfer von häuslicher Gewalt. Gegen ihre Verurteilung zu zehn Jahren Gefängnis im Dezember 2014 protestierten viele Politiker, Künstler und Frauenorganisationen. Bei einer Petition kamen mehr als 430.000 Unterschriften für Sauvage zusammen

Bereits Ende Januar hatte Hollande der Seniorin eine Teilbegnadigung gewährt, damit sie einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stellen konnte. Dieser wurde aber von den Gerichten abgewiesen. Anfang Dezember baten ihre Töchter den Staatschef um eine vollständige Begnadigung. Dem gab Hollande nun statt. "Das ist ein sehr, sehr großes Glück", sagte Sauvages Tochter Carole Marot dem Sender France Info.

msc/dpa/AFP