Friedhof in Chicago: Über 300 Gräber geschändet - DER SPIEGEL
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Friedhof in Chicago Über 300 Gräber geschändet

Eine Geschichte wie aus einem Horrorfilm: In Chicago sind in den letzten vier Jahren rund 300 Gräber geschändet worden. Friedhofsbedienstete gruben die Toten aus, um die Parzellen zu verkaufen. Hunderttausende Dollar Profit sollen sie so gemacht haben.
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Chicago - Gruselige Geschäftemacherei: In mehr als 300 Fällen sollen Friedhofsbedienstete im US-Staat Illinois in den vergangenen Jahren Tote ausgegraben und ihre Grabstellen weiterverkauft haben. Das meldete der US-Sender CNN am Donnerstag.

Die Leichen hätten sie auf einem abgelegenen Teil des historischen Burr-Oak-Friedhofs in Alsip nahe Chicago deponiert. Die Behörden entdeckten dort einen Berg menschlicher Knochen und zertrümmerte Grabsteine. Mindestens vier Friedhofsmitarbeiter seien festgenommen und inzwischen angeklagt worden, berichtete CNN.

"Was wir gefunden haben, ist weit mehr als alarmierend und abscheulich", sagte Sheriff Tom Dart der "Chicago Tribune". Er könne Angehörigen nicht mit Gewissheit sagten, ob ihre Verstorbenen nicht auch der Grabesruhe beraubt wurden. Gerichtsmediziner arbeiteten daran, die Identität der gefundenen Toten zu ermitteln. Schätzungen zufolge kassierten die Täter Hunderttausende Dollar für ihre Greueltaten.

Die Behörden waren den Vorgängen vor sechs Wochen auf die Spur gekommen, nachdem sie einen Tipp wegen möglicher finanzieller Unregelmäßigkeiten bei der Friedhofsverwaltung bekamen. Den Ermittlungen zufolge hatte der Betrug mit den Grabstellen vor rund vier Jahren begonnen. Offenbar blieben die Taten so lange unentdeckt, weil sich die Grabschänder vor allem auf ältere Gräber konzentrierten, die schon länger nicht mehr besucht wurden.

can/dpa/Reuters

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